Felgen

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Felgen

Die Felge stellt in Verbindung mit dem Reifen den Kontakt zwischen Fahrzeug und Strasse her. Ursprünglich war die Felge nur der äussere Radkranz der mittels Speichen mit der Radnabe verbunden war. Heute wird üblicherweise das Gesamtgebilde dieser 3 Teile als Felge bezeichnet.

Beim Chrysler 300C ist diese aus Aluminium gefertigt. Einzig für die US-Importmodelle gibt es auch eine Stahlfelge.

Erlöschen der Betriebserlaubnis

Generell gilt: jegliche Änderung lässt sofort den TÜV und die Versicherung erlöschen. Wenn ihr also eine Felge montiert, die eine ABE für den Chrysler 300C hat – solche gibt es durchaus – und euch entscheidet noch eine Spurplatte zu verbauen, damit die Felge weiter raus kommt,

– dann verliert auch gleichzeitig mit der Montage, bzw. der Nutzung dieser Kombination, die Felge die ABE.

Es sei denn die verbaute Kombination ist mit in der ABE oder dem fahrzeugspezifischen Gutachten erwähnt. Ob eine Felge eine ABE für den Chrysler 300C hat oder nicht, das lässt sich meist recht einfach klären. Dazu benötigt man nur die Felge und das Gutachten, bzw. die ABE – sofern vorhanden. Zudem die EU- Fahrzeugnummer, die sich hinter dem Buchstaben „K“ (Feld 17, rechts neben dem Datum der Erstzulassung) im Schein versteckt. Ist die gelistet findet man auch meist die für die Felge benötigten Auflagen zur Montage.

AWD-Felgen können auf RWD-Dicken gefahren werden mit Adapterplatten (siehe Lochkreis und Einpresstiefe). RWD-Felgen passen nicht auf einen AWD-Dicken !

Es gibt allerdings vereinzelt Forums-Mitglieder die auf einem AWD die RWD Felgen montiert haben.

Abmessungen

1″ = 25,4 mm

Die Felgenbreite sowie der Felgendurchmesser werden in Zoll angegeben.

Die Einpresstiefe, die Mittenlochbohrung und der Lochkreis werden in mm angegeben.

Felgendurchmesser

Folgende Standarddurchmesser gibt es bei den Serienfelgen:

17″ = 431,8 mm bei den US – Importmodellen

18″ = 457,2 mm Serienfelgen Europa

20″ = 508 mm SRT und SRT-Design

Felgenbreite

Folgende Standardbreiten gibt es bei den Serienfelgen:

7″ = 177,8 mm bei den US – Importmodellen

7,5″ = 190,5 mm Serienfelgen Europa

8″ = 203,2 mm SRT-Design Felge

9″ = 228,6 mm SRT Felge

Äquivalenztabelle Felgenbreite/optimale Reifenbreite[4]

Einpresstiefe

abgekürzt ET; englisch Offset

Als Einpresstiefe bezeichnet man das Maß in mm zwischen Felgenflansch (Anlagefläche Bremsscheibe) und der Felgenmitte. Über die Einpresstiefe wird sichergestellt, dass das Rad im richtigen Abstand zwischen Kotflügelaussenkante und Radaufhängung im Radhaus steht.

  • Es gibt sowohl positive als auch negative Einpresstiefen. Die positive ET wird ohne Vorzeichen, die negative ET mit einem Minuszeichen angegeben.
  • Bei ET 0 sitzt der Felgenflansch genau in der Felgenmitte.
  • Je geringer die Einpresstiefe, desto weiter kommt die Felge samt Reifen nach außen.
  • Durch zusätzliche Spurplatten (oder Adapterplatten) oder auch Spurverbreiterung genannt, kann die Spurbreite des Fahrzeuges noch weiter verändert werden.
  • Die maximale Einpresstiefe vorne ist ET 9 und hinten ET – 6. Damit das Rad weder an der Radaufhängung, noch am Kotflügel streift, ergeben sich unterschiedliche maximale Einpresstiefen an Vorder und Hinterachse.

Ganz einfach erklärt:

Wenn original ET25 und die neue Felge ET 15, wandert die Felge 10mm weiter raus in Richtung Kotflügelkante. Wenn die neue Felge ET35 hat, wandert die Felge 10mm weiter in den Radkasten.

Hinweis:

Die Felgenbreite in mm sollte kleiner sein als die Reifenbreite. Dadurch wird gewährleistet dass die Reifenflanke senkrecht steht. Wird die Felge zu breit gewählt, zieht es die Reifenflanke zu weit nach außen.

Beispiel Serienfelge: 7,5″ = 190mm Felgenbreite. Der Serienreifen dazu ist 225 mm breit.

Wo steht die Einpresstiefe auf der Felge?

Meistens steht die ET innen an der Felge auf dem Felgenstern, oder auch unter dem Felgendeckel an der Mittenlochbohrung

Beispiel Zubehörfelge:

Gängige Einpresstiefen:

Modell
300C RWD Standardeinpresstiefe 24mm mit Felge 7,5J x 18 Zoll
300C AWD Standardeinpresstiefe 55mm mit Felge 7,5J x 18 Zoll
300C SRT Design Standardeinpresstiefe 24mm mit Felge 8J x 20 Zoll
300C SRT8 Standardeinpresstiefe 25,5mm mit Felge 9J x 20 Zoll
Importmodelle aus USA und Kanada, V6-Modelle, Chrysler 300 Dodge Magnum SE/SXT     
und Dodge Charger SE/SXT
Stahlfelge und Aluminiumfelge:
Standardeinpresstiefe 22mm mit Felge 7J x 17 Zoll

Mit Spurplatten können auf RWD-Dicke die AWD-Felgen aufgezogen werden, andersherum nicht!

Spurplatten

Spurplatten werden verwendet um das Rad unabhängig von der Einpresstiefe der Felge weiter nach außen Richtung Kotflügelaußenkante zu bringen. Dabei wird die Auflagefläche weiter nach aussen verlegt, bzw. der Felgenflansch weiter zur Felgenmitte, und somit wandert die Felge weiter nach außen.

Achtung:

Aber dabei nicht den Radlauf und das Kotflügelblech aus den Augen verlieren. Das könnte nämlich börteln der Radlaufkante bedeuten! Ansonsten streift der Reifen bei zu weit außen stehendem Rad am Kotflügel bzw. im Radkasten.

Mittenlochzentrierung (ML)

Die Mittenlochbohrung der Felgen beim Chrysler 300C und Dodge Magnum sowie Dodge Charger beträgt 71,4 mm

Über die Mittenlochbohrung wird die Felge auf der Radnabe zentriert.

Zentrierringe

Wenn Felgen aus dem Zubehör verwendet werden die eine größere Mittenlochbohrung als 71,4 mm haben, müssen Zentrierringe zur Montage der Felge verwendet werden. Diese sorgen dafür das die Felge mittig auf der Radaufnahme sitzt, und es keinen Höhenschlag des ganzen Rades gibt.

Lochkreis

Der Chrysler 300C hat zweierlei Lochkreise bei der Felgenaufnahme.

Bei allen Hecktrieblern (RWD) ist ein Lockreis von 5 x 115,0 mm verbaut.

Bei allen Allrad getriebenen (AWD) ist ein Lochkreis von 5 x 114,3 mm verbaut, da hier die Radaufnahme vom MB W210 4 Matic stammt.

Im Forum wird bisweilen immer wieder heftig über dieses Thema diskutiert.

Eine 100% Antwort wird es deshalb vermutlich nicht geben.

Hier einige Erklärungsversuche dazu:

1. Felgen werden im Lochkreis nach ISO 2768 toleriert. Das sind Allgemeintoleranzen im Maschinenbau. Dies bedeutet im Bereich von 30 bis 120 mm sind Toleranzen von +/- 0,3 mm erlaubt.

Dies bedeutet z.B. bei einem Lochkreis der Radschrauben am Wagen und Felgen von 115,0 sind maximal 115,3 erlaubt und als Minimum 114,7 mm, bei einem 114,3 mm Lochkreis ein Maximum von 114,6 und Minimum 114,0.

Also kann es durchaus passieren, dass eine Felge mit 114,3 mm Lochkreis besser sitzt als eine Felge mit 115er Lochkreis, je nachdem welche Toleranz sie haben.

2. Einige Hersteller geben metrische Maße an andere wiederum US Maße. Lochkreis US in Inch, 4,5 Inch, bedeutet 4,5×2,54 gleich 114,3 mm. Einige bieten Bolt circle 4,5 Inch an, einige 115mm oder 114,3mm und wieder andere 115/4,5.

Die Grundsätzliche Meinung hierzu besteht darin, dass die Abweichung durch die Umrechnung von Inch in metrisch zustande kommt.

3. Im Chrysler Teile-Programm gibt es für die LX-Familie auf der Hinterachse nur eine Teilenummer für die Radnabe egal ob RWD oder AWD. Der AWD hat hinten und vorne die gleiche Nabe und der RWD vorne eine andere ohne die Innenzahnung. Das heißt das alle den gleichen Lochkreis haben.

Weiterer Hinweis
Die Kegelbundradschrauben passen sehr wahrscheinlich nicht exakt! Desweitern kann es passieren, dass die Radbolzen beim Aufstecken der Felge mit falschem Lochkreis verbogen werden. Dann paast die vorige Felge nicht mehr (z.B beim Wechsel Sommer/Winter Bereifung.

Achtung: Unterschiedliche Einpresstiefe bei AWD und RWD Felgen muss auf jeden Fall beachtet werden!

Radmutter/Radbolzen

Die Felgen bei den LX Modellen werden mit je 5 Radmuttern M14 X 1,5 mm / Schlüsselweite 19mm befestigt.

Je nach verwendeter Zubehörfelge hat der Kegelbund einen von den Serienmuttern abweichenden Winkel.

Die Radbolzen sind von hinten in die Radaufnahme eingepresst. Bei Verwendung von schmalen Spurverbreiterungen ist unter Umständen ein Kürzen der Bolzen nötig, da sonst die Felge nicht sauber anliegt.

Anzugsdrehmoment

Der Anzugsdrehmoment für die Radmuttern M14 X 1,5 mm beträgt 150 Nm, bezogen auf Originalfelgen und original Radmuttern. Bei Verwendung von Distanzscheiben als Aufsteckscheiben beträgt der Anzugsdrehmoment ebenfalls 150 Nm.

Sinnvoll ist es, die Schrauben bei unbelastetem Rad in 3 Schritten über Kreuz anzuziehen, z.B. 80, 120 und dann 150 Nm. Den Drehmomentschlüssel nur 1 * knacken lassen. Das Anzugsdrehmoment ist dann erreicht.

Die Zentrierung der Räder erfolgt nämlich nicht über die Nabenmitte oder mittels Zentrierring, sondern nur über die Radmuttern. Falsche Montage kann ebenfalls zu Problemen mit der Bremsscheibe führen, da diese nur über das Rad auf der Nabe gehalten wird.

Bei Zubehörfelgen bzw. aufgeschraubten Adapterplatten sind die jeweils im Gutachten erwähnten Anzugsdrehmomente zu nehmen. Erfolgt hier keine Angabe, so gilt dann 150 Nm.

Adapterplatte

Diese werden dann benötigt, wenn Felgen andere Lochkreise aufweisen als die serienüblichen

5x 115 mm beim RWD

5x 114,3 mm beim AWD

Diese Platten haben „unsere“ fünf Bohrungen (5×114,3/5×115) mit der passenden Kegelsenkung und in der Regel Stehbolzen (manche auch Gewindebohrungen für Bolzen), die den passenden Abstand der zu adaptierenden Felge aufweisen.

Adapterplatte von LK114,3 auf LK115:

Eine Adapterplatte ist auch gleichzeitig eine Spurverbreiterung !

Rad – Reifenkombination

Die Serienabmessung der Reifen ist 225/60-18

Die Zahl nach dem Slash gibt an wie hoch der Reifen ist. 60mm wäre aber falsch! Die Zahl ist prozentual von der Reifenbreite zu betrachten! Also 60% von 225mm Reifenbreite. Ergibt 135mm.

Je größer die Felge im Durchmesser wird, desto kleiner muss der Querschnitt des Reifens werden. Also die prozentuale Höhe zur Breite muss geringer sein. Nur dann ist auch sichergestellt dass die Reifen den korrekten Radumlauf haben und der Tacho die richtige Geschwindigkeit anzeigt.

Hier die gängigen Raddurchmesser im Vergleich

  • 215/65 17 => 71,13 cm Durchmesser (US-Import)
  • 225/60 18 => 72,72 cm Durchmesser (Serienbereifung, somit Ausgangsgröße)
  • 235/55 18 => 71,57 cm
  • 245/45 20 => 72,85 cm
  • 245/40 20 => 70,40 cm
  • 255/55 18 => 73,77 cm
  • 255/45 18 => 68,67 cm
  • 255/35 20 => 68,65 cm
  • 255/30 22 => 71,18 cm
  • 265/35 22 => 74,43 cm
  • 265/30 22 => 71,78 cm
  • 275/40 20 => 72,80 cm
  • 275/35 20 => 70,05 cm
  • 275/35 22 => 75,13 cm
  • 275/25 24 => 74,71 cm
  • 285/30 20 => 67,90 cm
  • 295/25 22 => 70,63 cm

Falscher Umlauf bedeutet Tachoabweichung und bei zu großer müsste der Tacho nachjustiert werden!

Felgenbreite zu Reifenbreite

Zu jeder Felgenbreite gibt es eine min. Reifenbreite, eine ideale Reifenbreite, eine max. Reifenbreite

Mindest,- und Maximal Reifenbreite müssen auf jeden Fall eingehalten werden.

Felgenbreite    Min. Reifenbr.    ideale Reifenbr.    max. Reifenbr.

5.0 Zoll               155 mm            165-175 mm            185 mm

5.5 Zoll               165 mm            175-185 mm            195 mm

6.0 Zoll               175 mm            185-195 mm            205 mm

6.5 Zoll               185 mm            195-205 mm            215 mm

7.0 Zoll               195 mm            205-215 mm            225 mm

7.5 Zoll               205 mm            215-225 mm            235 mm

8.0 Zoll               215 mm            225-235 mm            245 mm

8.5 Zoll               225 mm            235-245 mm            255 mm

9.0 Zoll               235 mm            245-255 mm            265 mm

9.5 Zoll               245 mm            255-265 mm            275 mm

10.0 Zoll               255 mm            265-275 mm            285 mm

10.5 Zoll               265 mm            275-285 mm            295 mm

11.0 Zoll               275 mm            285-295 mm            305 mm

11.5 Zoll               285 mm            295-305 mm            315 mm

12.0 Zoll               295 mm            305-315 mm            325 mm

12.5 Zoll               305 mm            315-325 mm            335 mm

Sicherung Bremsscheiben

Die vorderen wie auch die hinteren Bremsscheiben sind mit 2 Sicherungscheiben gegen Abrutschen von der Radnabe bei demontierter Felge gesichert.

ACHTUNG:

Bei Zubehörfelgen müssen meistens diese Sicherungsscheiben entfernt werden, da sonst die Felge nicht sauber am Flansch anliegt. Folge davon ist dann ein Lenkradflattern.

Die Schraube

Die Schraube an der vorderen Radaufhängung und deren Problematik kann man ganz einfach finden: Man schaut einfach über die Oberkante des Vorderreifens hinweg ins Radhaus und man hat sie direkt im Auge. Und wenn man nun daran tastet, dann stellt man fest, daß da gar nicht so viel Luft zwischen ihr und dem Reifen und das schon im Original – vorhanden ist.

Abmessung: M12 x 1,25 mit Unterlegscheibe und Splint gesichert.

Wählt man nun die Rad-/Reifenkombination zu groß, kommt diese der Schraube recht nahe. Dabei kann dann der Reifen aufgeschlitzt werden.

Als gängiges Maß passte bisher immer 265/30-22 ohne daran was ändern zu müssen. Aber Vorsicht: das muss nicht unbedingt so sein, denn Chrysler hat teilweise immense Maßunterschiede!

Ältere Modelle besitzen eine längere Hutmutter und somit weniger Abstand zum Reifen. Hier kann man einfach eine flachere, selbstsichernde Mutter nehmen und das überstehende Gewinde „eliminieren“ Und schon hat man ein paar Millimeter Luft gewonnen.

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